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Die Jahre 1909 bis 1934

Die Jahre 1909 bis zur Vereinsgründung 1934

Nach 38 Dirigentenjahren gab Franz Baur sein Dirigentenamt ab. 1909 wurde sein Sohn Johann Baur Dirigent. Als ehemaliger Militärmusiker bei den Kemptener Jägern widmete er sich ganz besonders dem weiteren Ausbau der Kapelle. Er füllte die entstandenen Lücken immer wieder mit dem von ihm ausgebildeten Nachwuchs aus und konnte den guten Ruf der Musikkapelle weiter steigern. Freilich hatte er Glück, in seiner Gemeinde musikbegeisterte und opferbereite Männer zu finden, die sich der Musik zur Verfügung stellten und persönliche Interessen zurückstellten.

Die damalige Musikkapelle war, wie vorhandene Unterlagen zeigen, im Umkreis sehr beliebt und kam viel herum. Im Mindelheimer Anzeigenblatt vom 6. Juni 1900 ist zu lesen: „Die Musikkapelle Lamerdingen spielte am Pfingstmontag, den 04.06.1900 bei der Veteranenfahnenweihe in Oberrammingen.“ Aus dem Jahre 1914 berichtet das Buchloer Anzeigenblatt vom 20. Juni: „Anläßlich der Installation des neuen Pfarrers Fricker am 21.06.1914 in Kleinkitzighofen konzertierte die Musikkapelle Lamerdingen am Nachtnittag in Kleinkitzighofen. Die Musikkapelle spielte auch beim Kirchenzug der Festgäste und der Einwohnerschaft. Weiter gab vorher genannte Kapelle nach dem Kirchenzug für den anwesenden Klerus und sonstigen Obrigkeiten im Pfarrhof ein Ständchen.“

Mehrere Bilder, die zwischen 1900 und 1926 entstanden, zeigen die beachtliche Aufwärtsentwicklung der Kapelle.

 


Bild: Die Musikkapelle Lamerdingen im Jahr 1913

Von links nach rechts Ludwig Horn Josef Schmidle, Martin Horn, Konrad Merk, Johann Baur (Dirigent), Josef Schmid, Stefan Horn, Josef Schaur

Ein herausragendes Ereignis war für die Musiker der Besuch des Musikfestes in Waltenhofen (Allgäu) im Jahre 1926, wobei die Musiker lt. mündlicher Überlieferung zwei Tage nicht nach Hause kamen. AIs Grand hierfür wurde die große Freude über den erspielten „1a-Preis“ genannt. Als Pflichtstück wurde das „Königsgebet“ aus der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner vorgetragen. Interessant ist hierbei auch, daß sich das kleine Dorf Lamerdingen in der Klasse B (Mittelstufe) trotz der starken Konkurrenz aus den Städten Kempten, Immenstadt und Illertissen hervorragend behaupten konnte. Ein Jahr später wurde das Musikfest in Krumbach besucht, wobei die 20 Mann starke Kapelle unter der Leitung von Johann Baur einen „1-b Preis“ erreichen konnte.

 


Bild: Diese Aufnahme entstand nach dem Besuch des Musikfestes in Waltenhofen am 25. Juli 1926.

Liegend: Andreas Haider, Lukas Thoma Sitzend von links: Stefan Horn, Martin Horn jun., Franz Baur, Josef Horn, Martin Schmölz, Wendelin Specht, Stehend von links: Xaver Wörle, Ludwig Horn, Konrad Merk, Simon Schmid, Martin Horn, Paul Wilhelm, Dirigent Johann Baur, Xaver Horn, Joser Schmidle, Johann Hefele, Josef Gayer, Josef Schaur.

 


Beim „70. Stiftungsfest“ des Musikvereins Jengen am 30. und 31. Juli 1927 waren die Lamerdinger Musiker ebenfalls aktiv. Lt. vorliegender Festordnung übernahm die Musikkapelle Lamerdingen den 3. Teil des Preisspieles.

Fünf Jahre später fand in Buchloe das 1. Bezirksmusikfest statt. Die Musikkapelle Lamerdingen wirkte beim Festabend am 6. August 1932 zusammen mit der Musikkapelle des Musikvereins Buchloe und der Musikkapelle Ichenhausen mit. Am Sonntag, dem 7. August 1932 traten die Lamerdinger Musiker bereits um 6.30 Uhr an. Sie spielten mit 18 Mann unter der Leitung von Johann Baur in der Oberstufe „Einzug der Götter“ aus der Oper „Rheingold“ von Richard Wagner und erhielten dafür den beachtlichen „ 1 a- Preis“ zuerkannt.


 
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